Simple Analytics – Die Google Analytics Alternative ohne Cookies

  • 2020/01/22
  • Von: Oliver Brux
  • Oliver ist Webdesigner & Fotograf. Er lebt und arbeitet mit seiner Familie in Schwelm.

Google Analytics hat sich Über die Jahre zum Status Quo der Analytik Tools entwickelt. Es arbeitet zuverlässig und bietet eine leistungsstarke Datenauswertung. Zudem ist es kostenlos.

Warum also eine Alternative suchen?

Ganz einfach. Wirklich kostenlos ist im Internet bekanntlich kaum etwas. Am Ende bezahlen Sie nicht mit Geld, dafür aber mit den Daten Ihrer Besucher.

Ich will nicht mit den Daten meiner Besucher bezahlen. Ich mag meine Besucher. Ehrlich. Ich bin der Meinung, dass ein bisschen mehr Vielfalt und Datenschutz dem Web ganz gut tut.

Matomo als Alternative?

Matomo ist die bekannteste Alternative zu Google Analytics und setzt sich seit jeher für mehr Datenschutz ein. Spätestens nach der Einführung der DSGVO im Jahr 2018 erfreut sich Matomo immer größerer Beliebtheit.

Wie auch Google Analytics ist Matomo ebenfalls kostenlos. Anders als Google, verdient Matomo aber sein Geld mit dem Verkauf von Plugins.

Dagegen ist erst einmal nichts einzuwenden. Mehrwerte zu monetarisieren ist ein solides Geschäftsmodell. Ich finde es immer gut zu wissen, womit Firmen im Internet Ihr Geld verdienen. Und so lange es nicht meine Daten sind, ist alles gut.

Warum also, nutze ich nicht Matomo?

Gute Frage.

Ich versuche es kurz zu machen:

Fast jeder Website-Analytics-Dienst nutzt zum überwachen der Besucher Cookies.

So auch Matomo. Cookies Speichern sehr viele Daten. Daten, die zumindest für meine Bedürfnisse gar nicht nötig sind.

Und seit kurzem, gibt es ein weiteres Problem:

Nach einer neuen Richtlinie der DSGVO müssen Webseitenbetreiber Cookie-Banner auf ihrer Website einbinden. Vorausgesetzt natürlich, dass Cookies verwendet werden. Davon ausgenommen sind einzig Cookies, welche für den technischen Betrieb einer Website erforderlich sind.

Besucher müssen sich nun bewusst für das Tracking durch Cookies entscheiden. In der Fachsprache nennt man dies einen „Opt-in“.

Das ist ungünstig. Und zwar aus zwei Gründen:

  1. Wer lässt sich freiwillig tracken? Wohl die wenigsten meiner Besucher. Und auf ein Analytics-Tool, dass nur einen Bruchteil meiner Besucher erfasst kann ich gut verzichten.
  2. Ja zweitens, müsste ich tatsächlich einen Cookie-Banner auf meiner Website einbauen ...

... Ich hasse Cookie-Banner!

Cookie-Banner zerstören die Nutzererfahrung und das Erscheinungsbild einer Website. Sie nerven mich fast so sehr, wie plötzlich aufpoppende Formulare, die mich nötigen, einen Newsletter zu abonnieren, den ich nicht lesen will.

Ich möchte keinen Cookie Banner auf meiner Website einsetzen!

Da ich Cookies bisher nur für meine Website Analytics nutze, musste hier also eine andere Lösung her. Keine Cookies, kein Cookiebanner.

Was sind also die Alternativen?

  1. Kein Analyticstool mehr nutzen.
    Sehr gut! Datenfreundlicher geht es nicht. Dies hat allerdings den Nachteil, dass ich nichts über meine Besucher erfahre. Das mag bei vielen Websites egal sein – Nachhaltigkeit im Internet ist jedoch ein Nischenthema. Hier hilft es zu wissen, welche meiner Inhalte gut beim Leser ankommen. Ein kleines bisschen Analyse ist also hilfreich.
  2. Ein Analyticstool ohne Cookie-Tracking finden.
    Das klingt schon besser. Ich habe recherchiert und ein Tool gefunden, dass perfekt meine Bedürfnisse erfüllt.

Simple Analytics

Simple Analytics ist ein kleines Analytics Tool aus den Niederlanden. Es wird von Adriaan van Rossum und seinem Team entwickelt.

Simple Analytics hat es sich zur Aufgabe gemacht so datensparsam wie möglich zu arbeiten. Die Privatsphäre der Nutzer soll optimal geschützt werden. Dabei funktioniert Simple Analytics komplett ohne das Setzen von Cookies. Das heißt, es werden keine persönlichen Daten erfasst.

Somit ist es also auch nicht nötig, den ungeliebten Cookie-Banner auf der Website einzubinden.

Simple Analytics ist also genau das Tool, das ich gesucht habe!

Die erfassten Daten sind nicht so detailliert, wie bei Google Analytics oder Matomo. Dennoch werden die für mich wichtigsten Informationen erfasst:

  • Pageviews
  • Unique Visitors
  • Top referrers
  • Top pages
  • Bildschirmauflösungen
  • Browser
  • Herkunftsland

Kein Schnick-Schnack. Dafür übersichtlich und verständliche Informationen auf einen Blick.

In einigen Details sind die Auswertungen sogar informativer als bei Google und Matomo. Ich denke da z.B. an die elegante Visualisierung von Twitter-Links.

Damit kann ich tatsächlich sehr gut arbeiten.

Screenshot des Simple Analytics Dashboards.
Screenshot des Simple Analytics Dashboards von oliverbrux.de.

DER NACHTEIL ALS VORTEIL

Anders als Google Analytics oder Matomo ist Simple Analytics nicht kostenlos. Das sehe ich in diesem Fall aber eher als Vorteil als Nachteil.

Wie gesagt, ich will nicht das Produkt sein und bin gerne bereit für einen Service zu bezahlen, welcher auch mir hilft Geld zu verdienen.

Simple Analytics kann für 7 Tage kostenlos getestet werden. Anschließend werden 108$ pro Jahr oder 19$ im Monat fällig.

Dafür können jedoch beliebig viele Websites überwacht werden. Der Preis relativiert sich somit recht schnell.

Ein kleiner Bonus: nach Anmeldung über folgenden Link, gibt es für euch und mich einen Monat Simple Analytics geschenkt.
Quasi eine Win-Win-Situation.

Link: Simple Analytics

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